Aktionsbündnis für faire Verlage

Am 23. April 2009, dem Welttag des Buches und des Urheberrechts, haben sich 50 Autorenverbände und andere Literaturinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum “Aktionsbündnis für faire Verlage” – kurz Fairlag – zusammen geschlossen. Sie weisen auf unfaire Bedingungen gewisser Druckkostenzuschuss- und Selbstzahlerverlage hin, die das Risiko des Buchmarktes komplett auf die Autoren abwälzen.

Aktionsbündnis für faire Verlage

Vor allem junge und unbekannte Autoren müssten so oft bis zu fünfstellige Beträge als ‘Zuschuss’ an den Verlag zahlen. Fehlende Lektoratsarbeit und Qualitätssicherung würden viele der in diesen Verlagen erscheinenden Bücher für den Buchhandel völlig wertlos machen. In einem Test der ZDF Sendung WISO war sogar ein Lyrikband zur Veröffentlichung akzeptiert worden, der mit einem Online Gedichte-Generator erzeugt wurde.

Die gemeinsame Fairlag-Erklärung “Gefahren einer Veröffentlichung in sog. Druckkostenzuschussverlagen / Selbstzahlerverlagen und Pseudoverlagen” fasst alle diese Vorwürfe zusammen und kann im Internet unterstützt werden. Das Aktionsbündnis erhielt allerdings sofort Gegenwind aus der Verlagswelt: “Die Erklärung war noch nicht veröffentlicht, da hatten einige Unterzeichner schon eine Unterlassungsaufforderung auf dem Tisch”, berichtet die FAZ am 24. April 2009.

Auf der Webseite des Aktionsbündnisses finden Autoren neben der Aktion auch Hinweise und Tipps für die Vertragsgestaltung.

Bookmark and Share

Kategorie: BücherSzene Kommentieren »


Kommentar schreiben

Kommentar