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	<title>BuchTest Blog &#187; Die Rezension</title>
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	<description>Rezensionen, Sach- und Fachbuchkritik, Interviews, Autoren, Buchmarkt</description>
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		<title>Die Rezension (4): Buchkritik im Web (2.0) aus SEO-Sicht</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 07:02:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Struening</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Finden]]></category>
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		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir uns das letzte Mal in unserer Artikelserie zur Rezension mit den Eigenschaften der Online-Rezension beschäftigt haben, gehen wir heute ein wenig auf die technischen Aspekte ein. Eine Rezension im Internet sollte natürlich auch gefunden werden. Dafür sind einige Fakten zu beachten, die Marketing-Leuten bzw. Suchmaschinen-Optimierern natürlich bekannt sind. 


Abgrenzung zu anderen Formen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir uns das letzte Mal in unserer Artikelserie zur Rezension mit den Eigenschaften der Online-Rezension beschäftigt haben, gehen wir heute ein wenig auf die technischen Aspekte ein. Eine Rezension im Internet sollte natürlich auch gefunden werden. Dafür sind einige Fakten zu beachten, die Marketing-Leuten bzw. Suchmaschinen-Optimierern natürlich bekannt sind. </p>
<div style="float:left; margin-right:10px; align:left">
<ol>
<li><a href="http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-1-abgrenzung-zu-anderen-formen-der-literaturkritik/">Abgrenzung zu anderen Formen <br />der Literaturkritik</a></li>
<li><a href="http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-2-rezensionskriterien/">Rezensionskriterien</a></li>
<li><a href="http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-3-buchbesprechungen-im-web-2-0/">Buchbesprechungen im Web (2.0)</a></li>
<li><strong>Buchkritik im Web (2.0) aus <br/>SEO-Sicht</strong></li>
</ol>
</div>
<p>Das Internet und explizit Google haben dazu geführt, dass Leser vor dem Buchkauf, so sie überhaupt Kritiken zur Entscheidung heranziehen, immer öfter den Buchtitel und/oder den Autorennamen direkt suchen. Mit anderen Worten, nicht der Blick ins Feuilleton führt zur Buchwahl, sondern wer von einem Buch hört, will gezielt etwas darüber wissen. Deshalb zählt für Rezensions-Webseiten weniger eine gut aufgemachte Startseite als die direkte Erreichbarkeit der Rezensionen &#8211; letzten Endes bedeutet dies eine gute Findbarkeit für Google. </p>
<p><strong>Suchen &#038; Finden von Rezensionen im Netz</strong></p>
<p>Jeff Jarvis hat in <a href="http://www.buchtest.de/rezension/was-wuerde-google-tun.html">&#8220;Was würde Google tun?&#8221;</a> darauf hingewiesen, dass eine Buch-Rezension im Internet als Seitentitel immer der Buchtitel und den Namen des Autors haben sollte, damit Leser die Rezension genau so finden, wie sie sie suchen. Nun müsste ausführlicher untersucht werden, ob Leser nur nach dem Buchtitel suchen oder nach dem Autor oder nach beidem gleichzeitig. Denn es gilt aus SEO-Sicht zu bedenken, dass beides zusammen wieder sehr lange Seitentitel gibt, wodurch das &#8220;Gewicht&#8221; des einzelnen Wortes für die Suchanfrage wieder sinkt. </p>
<p>Zugleich ist Jeff Jarvis&#8217; Hinweis richtig, dass eine noch so pfiffige Überschrift des Artikels als Seitentitel für die Suche nicht viel bringt. Hinzu kommt, dass vor allem die klassischen Medien im Internet unheimlich komplizierte URL-Strukturen aufweisen und auch die Seitenbeschreibung irgendwo aus dem Text ziehen. </p>
<p><strong>Vergleich der Findbarkeit von Rezensionen</strong></p>
<p>Um dies zu Veranschaulichen, wird an dieser Stelle die Rezension des Buches <a href="http://www.buchtest.de/rezension/unter-linken.html">&#8220;Unter Linken&#8221;</a> von Jan Fleischhauer bei BuchTest und der FAZ verglichen (die Eigenwerbung sei verziehen):</p>
<p>Die URL sieht in der FAZ so aus: </p>
<blockquote><p>http://www.faz.net/s/Rub48A3E114E72543C4938ADBB2DCEE2108/Doc~EDE9E2A447DA8463D85B81DB877688F07~ATpl~Ecommon~Scontent.html</p></blockquote>
<p>Die URL bei BuchTest zum selben Buch: </p>
<blockquote><p>http://www.buchtest.de/rezension/was-wuerde-google-tun.html</p></blockquote>
<p>Dazu kommt dann folgender Seitentitel in der FAZ: </p>
<blockquote><p>Kritik der Linken: Der Mann, den sie die rote Ratte nannten &#8211; Rezensionen &#8211; Feuilleton &#8211; FAZ.NET:</p></blockquote>
<p>Der BuchTest Seitentitel: </p>
<blockquote><p>Rezension: Was würde Google tun? &#8211; BuchTest:</p></blockquote>
<p>Die FAZ Seiten-Beschreibung: </p>
<blockquote><p>Er nimmt kein Blatt vor den Mund Er nimmt sogar in Kauf ein paar Freunde zu verlieren Mit Witz wollte der Spiegel Redakteur Jan Fleischhauer&#8230; &#8211; hier klicken</p></blockquote>
<p>Die Seitenbeschreibung bei BuchTest: </p>
<blockquote><p>Die Rezension zu: Was würde Google tun?. Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet-Giganten profitiert von Jeff Jarvis auf BuchTest</p></blockquote>
<div style="float:left;margin-right:10px"><a href="http://www.buchtest.de/blog/wp-content/uploads/2009/08/suchergebnis-unter-linken.jpg"><img src="http://www.buchtest.de/blog/wp-content/uploads/2009/08/suchergebnis-unter-linken-300x245.jpg" alt="Google Suchergebnis Unter Linken" title="Google Suchergebnis Unter Linken" width="300" height="245" class="alignleft size-medium wp-image-717" /></a></div>
<p>Das Ergebnis kann man im Bild links sehen: Eine Suchanfrage (20. August 2009) bei Google mit den Begriffen &#8220;Rezension Unter Linken&#8221; (nur der Buchtitel führt bei den ersten Ergebnissen wieder zu ganz anderen Ergebnissen) zeigt die FAZ auf dem ersten Platz und die wesentlich kleinere BuchTest Webseite auf dem zweiten (zum Vergleich: Die FAZ Startseite hat einen Google PR von 8, BuchTest von 4). </p>
<p>Für den Suchenden wird an dem Seitentitel der FAZ nicht wirklich ersichtlich, worum es bei dem Artikel geht. Außerdem zieht sich Google die Seitenbeschreibung nicht aus der Description. </p>
<p>Fazit: Eine klare URL-Struktur, den Buchtitel als Seitenüberschrift und im Idealfall die H1-Überschrift auch geschickt eingesetzt, und schon sollte die Rezension auch zu finden Sein. Wer beispielsweise mit Wordpress seine Buchkritiken bloggt, muss in den Einstellungen nur &#8220;sprechende URLs&#8221; einstellen und schon wird der Artikel-Titel zur URL umgebaut. </p>
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		<item>
		<title>Die Rezension (3): Buchbesprechungen im Web (2.0)</title>
		<link>http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-3-buchbesprechungen-im-web-2-0/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 18:01:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Struening</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Buchkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Jeff Jarvis]]></category>
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		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Rezension als Untersuchungsgegenstand dieser Artikelserie im BuchTest Blog und die Literaturkritik im Allgemeinen hat durch das Internet einen Aufschwung erlebt. Sie wird einem immer größeren Kreis zugänglich und erfährt strukturelle Veränderungen. Der heutige Artikel soll einige Aspekte davon beleuchten. Wie immer freuen wir uns über Anregungen und Kritik. 


Abgrenzung zu anderen Formen der Literaturkritik
Rezensionskriterien
Buchbesprechungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Rezension als Untersuchungsgegenstand dieser Artikelserie im <a href="http://www.buchtest.de">BuchTest</a> Blog und die Literaturkritik im Allgemeinen hat durch das Internet einen Aufschwung erlebt. Sie wird einem immer größeren Kreis zugänglich und erfährt strukturelle Veränderungen. Der heutige Artikel soll einige Aspekte davon beleuchten. Wie immer freuen wir uns über Anregungen und Kritik. </p>
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<ol>
<li><a href="http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-1-abgrenzung-zu-anderen-formen-der-literaturkritik/">Abgrenzung zu anderen Formen <br />der Literaturkritik</a></li>
<li><a href="http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-2-rezensionskriterien/">Rezensionskriterien</a></li>
<li><strong>Buchbesprechungen im <br/>Web (2.0)</strong></li>
<li><a href="http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-4-buchkritik-im-web-2-0-aus-seo-sicht/">Buchkritik im Web (2.0) aus <br/>SEO-Sicht</a></li>
</ol>
</div>
<p><em>Durch die Publikationsmögichkeiten für jeden mit einem Internetzugang im Web 2.0 ist die Diskussion um die Abgrenzung zwischen Laien- und Profi-Rezensionen erst richtig aufgeflammt. Anstoß dafür sind vor allem die zahllosen &#8220;Kundenkritiken&#8221; beim Online-Buchhändler Amazon, von denen ein Großteil sich auf persönliche &#8216;Ich finde gut oder schlecht&#8217; Bewertungen beschränkt. Diesem Thema werden wir uns aber an anderer Stelle ausführlich widmen. Heute soll es eher um formale Aspekte gehen. </em></p>
<p><strong>Widersprüchliche erscheinende zeitliche Aspekte </strong></p>
<p>Bei der Rezension im Internet tritt ein widersprüchlich erscheinender zeitlicher Aspekt auf: Zum einen lebt das WWW von Schnelligkeit, mittlerweile sogar durch Dienste wie Twitter etc. von (nahezu) Echtzeit. Unabhängig von Deadlines der Print-Publikationen kann ein Artikel sofort online erscheinen, sobald er fertiggestellt ist. Einige Medien befinden sich diesbezüglich noch in einer Mischform. So erscheinen beispielsweise bei <a href="http://www.literaturkritik.de">www.literaturkritik.de</a> die Rezensionen noch gebündelt in Monatsausgaben. Verändert man aber die URL entsprechend, kann man bereits vor Erscheinen (sprich Verlinkung) die neuen Kritiken schon lesen: </p>
<blockquote><p><a href="http://www.literaturkritik.de/public/inhalt.php?ausgabe=200908">http://www.literaturkritik.de/public/inhalt.php?ausgabe=200908</a></p></blockquote>
<p>Dieser Link entspricht der aktuellen Ausgabe, ändert man die letzte Ziffer (bzw. letzten beiden) der URL, die den Erscheinungsmonat bestimmen, kann man quasi in die Zukunft sehen: </p>
<blockquote><p><a href="http://www.literaturkritik.de/public/inhalt.php?ausgabe=200909">http://www.literaturkritik.de/public/inhalt.php?ausgabe=200909</a></p></blockquote>
<p>Der zeitliche Druck, der Erste zu sein, der eine Kritik veröffentlicht, beschränkt sich in der Literaturkritik ja für gewöhnlich auf Werke sehr prominenter Autoren. Dennoch gibt es in der Verlagsbranche immer wieder Beschwerden darüber, dass vor allem literaturkritische Internetangebote sich nicht an die Sperrfristen halten. </p>
<p>Zum anderen sind Rezensionen im Internet erheblich besser und vor allem nachhaltiger zugänglich. Bei den Online-Angeboten einiger Zeitungen verschwinden sie zwar leider oft nach einiger Zeit in Archiven, die z.T. kostenpflichtig sind, vor allem aber die Rezensionen kleinerer Webseiten sind praktisch immer erreichbar (technische Aspekte dessen behandeln wir im nächsten Artikel zur Rezension). </p>
<p>Dies führt aber zu einer ganz neuen Funktion der Literaturkritik. Sie kann so ein viel zuverlässigerer Teil des Entscheidungsprozesses beim Buchkauf werden. Denn ich lese nicht mehr (quasi zufällig) eine Buchkritik im Kulturteil meiner Zeitung, sondern kann bei der Recherche nach Büchern gezielt nach Meinungen anderer zu dem Buch suchen. </p>
<p>Ohne an dieser Stelle die Rolle des Kritikers im Literatursystem genauer zu beleuchten (was später gesondert geschehen soll), kann man zumindest mutmaßen, dass die Literaturkritik durch die veränderten Informations-Gewinnungsprozesse im Internet endlich zu dem wird, was sie sich immer gewünscht hat: Zwischen dem Verlag/Autor/Text und der Entscheidung des Lesers, das Buch zu kaufen/lesen zu stehen. Bisher lies sich <a href="http://www.buchtest.de/rezension/der-einfluss-von-literaturkritik-auf-den-absatz-von-publikumsbuechern.html">&#8220;Der Einfluss von Literaturkritik auf den Absatz von Publikumsbüchern&#8221;</a> kaum nachweisen (mal abgesehen von Elke Heidenreich). Literaturkritik war eher ein für sich bestehendes Kommunikationssytem und sie wurde oft ihrer selbst willen gelesen. </p>
<p>Durch die Suche bei Google nach einem Buch stößt nun der (potenzielle) Leser neben den Suchergebnissen der Online-Buchhändler schnell auch auf Rezensionen zum Buch &#8211; und zwar bei den verschiedensten Webseiten und nicht nur bei den klassischen Medien. Noch besser funktioniert dies natürlich, wenn dem Buchtitel bei der Suchanfrage das Keyword &#8220;Rezension&#8221; oder &#8220;Buchbesprechung&#8221; etc. mitgegeben wird. </p>
<p><strong>Was bedeutet dies für das Schreiben einer Rezension im Internet </strong></p>
<p>Wer Rezensionen vor diesem Hintergrund für das Internet schreibt, sollte sich also im Klaren darüber sein, dass diese sehr wahrscheinlich noch sehr viel später gelesen werden. Gibt es einen zeitlichen Bezug, etwa bei politisch-gesellschaftlichen Debatten-Büchern (z.B. die <a href="http://www.buchtest.de/blog/category/bucher-zum-superwahljahr-2009/">Bücher zum Superwahljahr 2009</a>), sollte dieser klar festgehalten werden. </p>
<p><strong>Service zum Buch</strong></p>
<p>Durch die kostenlosen Vervielfältigungsmöglichkeiten im Web ist es natürlich sinnvoll, wenn Rezensions-Webseiten den Leser mit möglichst vielen Zuatzinformationen zum Buch versorgen. Neben dem (selbstverständlichen) Link zum Buchkauf (möglichst auch gebraucht) könnten da z.B. Inhaltsverzeichnisse, Auszüge und besondere Abbildungen aufgeführt werden. Hier besteht noch viel Handlungsbedarf, was nicht zuletzt auch von der Großzügigkeit der Verlage abhängt. </p>
<p><strong>Links, Links, Links </strong></p>
<p>Viele der Rezensenten im Netz sind Blogger und betreiben z.B. keine ausschließlichen Literaturkritikseiten, sondern teilen ihre Lektüreerkenntnisse neben anderen Texten. Wie in der Blogkultur üblich, kann und wird hier immer öfter aufeinander Bezug genommen werden. Das Lesen einer Rezension bei einer anderen Webseite kann also nicht nur das eigene Lesen auslösen, sondern auch eine Antwort oder Reaktion in Form einer Buchbesprechung. </p>
<p>Wie Petra Altmann in ihrer Untersuchung &#8220;Der Buchkritiker in deutschen Massenmedien. Selbstverständnis und Selektionskriterien bei Buchbesprechungen&#8221; (München 1983) festgestellt hatte, orientier(t)en sich rund ein Viertel der befragten Kritiker aus Printmedien an Rezensionen anderer. Allerdings handelte es sich dabei vor allem um Kritiker aus regionalen Zeitungen, die sich an den überregionalen orientierten. </p>
<p>Im Internet könnte es nun zu einer verstärkten Bezugnahme der Rezensionen aufeinander kommen, da Verlinkungen leicht und Gemeintes gut nachvollziehbar sind. Auch stehen dem Leser so immer verschiedene Meinungen zur Auswahl und er kann frei entscheiden, wem er folgt. Dies wiederum dürfte zu einer geringeren Unterscheidung zwischen Profi- und Laienkritik führen und fordert die Rezensenten mehr heraus, ihre eigenen Bewertungskritierien (siehe der erste Punkt der <a href="http://www.buchtest.de/redaktion/rezensionskriterien.html">BuchTest Rezensionskriterien</a>) offen zu legen, damit der Leser weiß, mit wem er sich wohl am ehesten identifizieren kann. Denn die generelle Ausrichtung, dass etwa Bürgerlich-Konservative die FAZ lesen und Linke die Süddeutsche Zeitung bzw. die Frankfurter Rundschau, fällt durch die Unbekanntheit der meisten Rezensenten im Netz weg. Auch die Kritiker selbst könnten sich hier überprüfen und verbessern, etwa im Sinne der Frage, wie Amazon sie stellt: War diese Rezension für sie hilfreich? </p>
<p>Der Link bringt einen weiteren Vorteil beim Rezensieren sowie beim gesamten journalistischen Schreiben im Internet: Hintergründe, andere Werke und Autoren etc. müssen nicht mehr extra erklärt werden. Ein Link z.B. zu Wikipedia oder eigenen Texten reicht vollkommen. So liest nur derjenige, der diese Informationen benötigt, den textlichen Ausflug, alle anderen können direkt fortfahren. Waren Leser von Rezensionen z.B. in der Zeit bisher immer wieder überfordert, wenn von den literarischen Bezügen zu diesem oder jenen historischen Autor die Rede war, kann ein entsprechender Link jetzt alles erklären. Wie Jeff Jarvis in <a href="http://www.buchtest.de/rezension/was-wuerde-google-tun.html">&#8220;Was würde Google tun?&#8221;</a> sagte: <em>&#8220;Tun Sie das, was Sie am besten können, für den Rest gibt es Links.&#8221;</em></p>
<p>Einem weiteren Thema, der Buch-Empfehlung durch Freunde (wichtigste Kaufentscheidungshilfe!) und ihrer Umsetzung durch Social Media werden wir in einem späteren Beitrag nachgehen. </p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Rezensionen bei Twitter </strong></p>
<p>Um auch formale neue Versuche in der Literaturkritik auszuprobieren, hatte BuchTest zur einem Rezensions-Wettbewerb auf dem Microblogging-Dienst Twitter <a href="http://www.buchtest.de/blog/buchkritik-in-140-zeichen-jetzt-mitmachen-auf-twitter/">aufgerufen</a>. Die eingereichten Rezensionen durften demzufolge natürlich nur 140 Zeichen lang sein. </p>
<p>Der Wettbewerb stieß auf großes Interesse und erfreulicher Weise versuchten sich einige Rezensenten an der Super-Kurz-Kritik. Hier finden Sie eine Dokumentation der <a href="http://www.buchtest.de/blog/wettbewerb-buchkritik-in-140-zeichen-die-rezensionen-per-twitter/">Rezensions-Tweets</a>. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Rezension (2): Rezensionskriterien</title>
		<link>http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-2-rezensionskriterien/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 11:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Struening</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionskriterien]]></category>
		<category><![CDATA[Sachliteraturkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[In unserer Serie zur Rezension als wichtigster literaturkritischer Textform versuchen wir nach der Abgrenzung zu anderen Textgattungen der Kritik beim letzten Mal heute Kriterien aufzustellen, die eine Sach- bzw. Fachbuch-Rezension erfüllen sollte. Sie entsprechen in dieser Form den derzeitigen BuchTest Rezensionskriterien, da diese aber mit der Zeit angepasst werden können, werden sie hier nochmals zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer Serie zur Rezension als wichtigster literaturkritischer Textform versuchen wir nach der Abgrenzung zu anderen Textgattungen der Kritik beim letzten Mal heute Kriterien aufzustellen, die eine <strong>Sach- bzw. Fachbuch-Rezension</strong> erfüllen sollte. Sie entsprechen in dieser Form den derzeitigen <a href="http://www.buchtest.de/redaktion/rezensionskriterien.html">BuchTest Rezensionskriterien</a>, da diese aber mit der Zeit angepasst werden können, werden sie hier nochmals zu Dokumentaionszwecken aufgeführt. Außerdem erhoffen wir uns so einen Diskussions-Anstoß zu liefern. Spannend wären beispielsweise Kommentare, inwieweit sich Rezensionen von Belletristik unterscheiden. </p>
<div style="float:left; margin-right:10px; align:left">
<ol>
<li><a href="http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-1-abgrenzung-zu-anderen-formen-der-literaturkritik/">Abgrenzung zu anderen Formen <br />der Literaturkritik</a></li>
<li><strong>Rezensionskriterien</strong></li>
<li><a href="http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-3-buchbesprechungen-im-web-2-0/">Buchbesprechungen im Web (2.0)</a></li>
<li><a href="http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-4-buchkritik-im-web-2-0-aus-seo-sicht/">Buchkritik im Web (2.0) aus <br/>SEO-Sicht</a></li>
</ol>
</div>
<p>Der Kritiker sollte seine <strong>Bewertungskriterien </strong>offen legen, damit der Leser diese nachvollziehen und sich gegebenenfalls von ihnen emanzipieren kann. Das kann einerseits die Selbstverortung des Kritikers in ideologischer und fachlicher Hinsicht notwendig machen. Andererseits betrifft es vor allem die Argumentation selbst, die immer den Vorgang der Übersetzung, dieses Textmerkmal führt zu folgender Wirkung beim Rezensenten, transparent machen muss. </p>
<p>Der <strong>Inhalt </strong>eines Werkes muss wiedergegeben werden, dabei kann die Darstellung stark verkürzend sein oder sich auf bestimmte Teile, etwa Argumentationsstränge, konzentrieren. Zu bewerten sind die Aussagen insbesondere in der Dimension wahr-falsch. </p>
<p>Der <strong>Kontext </strong>soll das Buch einordnen in politische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Strömungen und Denkmuster sowie bewerten, ob die jeweiligen Standards (z.B. wissenschaftliche) erfüllt werden. Soweit möglich, sollte das Buch ebenfalls in den Kontext ähnlicher Werke gestellt werden, vergleichende Wertungen sind erwünscht. Gleiches gilt für die Bezugnahme auf das Gesamtwerk des Autors. Insbesondere bei provokanten oder Debattenbüchern ist die Verortung des Autors notwendig, um z.B. Vorbilder und Gegenspieler zu identifizieren. Dazu kann auch der Hinweis auf bisherige Einschätzungen des Autors bzw. seines Werkes sinnvoll sein. </p>
<p>Aussagen über die <strong>Aufmachung </strong>des Buches beinhalten folgende Merkmale: sprachlicher Stil, Gliederung und/oder Struktur, Abbildungen und Grafiken und Tabellen, Ausstattung mit einem wissenschaftlichen Apparat mit Quellenverzeichnis und Index. Es muss erwähnt werden, ob und welche dieser Merkmale erfüllt sind, wie sie erfüllt sind oder ob ihr Nicht-Vorhandensein belanglos ist. </p>
<p><strong>Zielgruppe und Verwendung</strong> sollen wiedergeben, für wen das Buch geeignet ist (z.B. wegen nötiger Vorkenntnisse oder des Preis-Leistungs-Verhältnisses) und auf welche Art und Weise die Nutzung sinnvoll erscheint. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn durch den Autor bzw. Verlag eine andere Zielgruppe/Verwendungsart vorgegeben wird. An dieser Stelle sollte schließlich eine Kauf- bzw. Lektüreentscheidungshilfe gegeben werden: Wer sollte das Buch warum lesen oder eben nicht? </p>
<p><strong>Rezensionskriterien in der Praxis</strong></p>
<p>Die oben stehenden Rezensionsekriterien wurden von Felix Struening für die empirische Studie <a href="http://www.literaturwissenschaft.de/content_onlineStruening_Sachbuchkritik.php">&#8220;Sach- und Fachbuchkritik&#8221;</a> erarbeitet. Die Auswertung von verschiedenen deutschsprachigen Tages- und Wochenzeitungen ergab dabei folgendes Ergebnis: </p>
<blockquote><p><a href="http://www.buchtest.de/blog/wp-content/uploads/2009/08/studie-sachbuchkritik-rezensionskriterien.gif"><img src="http://www.buchtest.de/blog/wp-content/uploads/2009/08/studie-sachbuchkritik-rezensionskriterien-300x101.gif" alt="Sudie: empirische Erfüllung von Rezensionskriterien" title="Sudie: empirische Erfüllung von Rezensionskriterien" width="300" height="101" class="alignnone size-medium wp-image-667" /></a></p>
<p>Wie aus der obigen Abbildung (Klicken um zu Vergrößern)  ersichtlich wird, sind die Kriterien Inhalt, Kontext und Aufmachung in allen begutachteten Rezensionen erfüllt. Lediglich eine Besprechung (4,5 Prozent) legt ihre Bewertungskriterien nicht dar. Hingegen fehlt in sieben Kritiken (31,8 Prozent) ein Hinweis auf eine mögliche Zielgruppe oder die Verwendungsart des Buches.<br />
Insgesamt erfüllen 15 der untersuchten Rezensionen (68,2 Prozent) alle Kriterien mindestens einmal. Weitere sechs Rezensionen (27,3 Prozent) erfüllen vier von fünf Kriterien und lediglich eine Rezension (4,5 Prozent) erfüllt nur drei der geforderten Kriterien. </p></blockquote>
<p><em>(Ausgewertet wurden zehn Prozent von 218 im Untersuchungszeitraum veröffentlichten Rezensionen zur Sachliteratur, gerundet ergibt dies 22 Rezensionen. Zum genauen Verfahren siehe die Studie, S. 114f., erhältlich als PDF beim <a href="http://www.literaturwissenschaft.de/content_onlineStruening_Sachbuchkritik.php">Verlag LiteraturWissenschaft.de</a> für 6 Euro.) </em></p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Weiterführende Lektüreempfehlung zu Literaturkritik</strong></p>
<p>Beschäftigt man sich nicht gerade speziell mit der Kritik von Sachliteratur sondern allgemeiner mit Literaturkritik, sei das von Thomas Anz (Betreiber von <a href="http://www.literaturkritik.de">www.literaturkritik.de</a>) und Rainer Baasner herausgegebene Buch <a href="http://www.buchtest.de/rezension/literaturkritik-geschichte-theorie-praxis.html">&#8220;Literaturkritik. Geschichte &#8211; Theorie &#8211; Praxis&#8221;</a> empfohlen, da es die drei Elemtente des Untertitels wirklich gut vereint. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Rezension (1): Abgrenzung zu anderen Formen der Literaturkritik</title>
		<link>http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-1-abgrenzung-zu-anderen-formen-der-literaturkritik/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 15:58:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Struening</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Rezension als wichtigste literaturkritische Form ist zugleich ihre wandlungsfähigste. Deshalb soll sie in einer Artikelserie hier im BuchTest Blog ausführlich und von den unterschiedlichsten Standpunkten aus untersucht werden. Dabei fließen sowohl praktische Erkenntnisse aus der Rezensions-Tätigkeit für BuchTest als auch Ergebnisse einiger Forschungen mit in die Diskussion ein. Wir hoffen auf kritische Beiträge Dritter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Rezension als wichtigste literaturkritische Form ist zugleich ihre wandlungsfähigste. Deshalb soll sie in einer Artikelserie hier im <a href="http://www.buchtest.de">BuchTest</a> Blog ausführlich und von den unterschiedlichsten Standpunkten aus untersucht werden. Dabei fließen sowohl praktische Erkenntnisse aus der Rezensions-Tätigkeit für BuchTest als auch Ergebnisse einiger Forschungen mit in die Diskussion ein. Wir hoffen auf kritische Beiträge Dritter und einen angeregten Diskurs. Alle Einschätzungen sind als persönlich zu werten, auf Widerspruch wird dabei geradezu gehofft. Die thematische Reihenfolge ist eher willkürlich, denn systematisch. </p>
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<ol>
<li><strong>Abgrenzung zu anderen Formen <br />der Literaturkritik</strong></li>
<li><a href="http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-2-rezensionskriterien/">Rezensionskriterien</a></li>
<li><a href="http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-3-buchbesprechungen-im-web-2-0/">Buchbesprechungen im Web (2.0)</a></li>
<li><a href="http://www.buchtest.de/blog/die-rezension-4-buchkritik-im-web-2-0-aus-seo-sicht/">Buchkritik im Web (2.0) aus <br/>SEO-Sicht</a></li>
</ol>
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<p>Am heutigen Anfang steht der Versuch einer Abgrenzung zu anderen Text-Formen der Literaturkritik. Die Definitionen wurden im Rahmen einer empirischen Studie zur <a href="http://www.literaturwissenschaft.de/content_onlineStruening_Sachbuchkritik.php">&#8220;Sach- und Fachbuchkritik&#8221;</a> von Felix Struening erarbeitet. </p>
<p>Die <strong>Rezension</strong> ist ein Text, der ein Buch darstellt und wertet. Dabei können Bezüge auf den Kontext jeglicher Art sowie den Autor und dessen Werk genommen werden, das diskutierte Buch muss jedoch im Vordergrund stehen. Nicht unterschieden wird zwischen Rezension und problemorientierter Rezension, solange das besprochene Buch von der Textmenge überwiegt. Dominiert der Kontext, handelt es sich um einen Bericht. </p>
<p>Eine <strong>Sammelrezension</strong> bespricht mindestens zwei Bücher. Sie stimmt mit den Kriterien der Rezension weitestgehend überein. </p>
<p>Die <strong>Kurzkritik</strong> entspricht den Merkmalen einer Rezension, als Grenzmarke für den Umfang werden 2300 Zeichen festgelegt. Es muss eine Wertung des Buches erfolgen, allerdings keine Begründung dafür. </p>
<p><strong>Buchtipps</strong> sind lediglich vorstellende und empfehlende kurze Texte, die nicht explizit werten, sondern nur darstellen. Die Wertung erfolgt durch Selektion. </p>
<p><strong>Bestsellerliste</strong> und <strong>Bestenliste</strong> sind nur unter sehr allgemeiner Betrachtungsweise Formen der Literaturkritik, da für Bestenlisten meist keine Begründung der Wertung erfolgt und für Bestsellerlisten nicht notwendig ist. </p>
<p><strong>Autorenportraits</strong> werden vor allem bei Geburtstagen, Tod und Todestagen veröffentlicht. Dabei überwiegt meist der biografische Anteil, nicht immer wird ein aktuelles Buch besprochen. </p>
<p>Das <strong>Interview</strong> ist ein Gespräch mit dem Autor oder Verleger eines besprochenen Buches, dabei wird dieses darstellend oder wertend erwähnt. </p>
<p>Ein <strong>Expertengespräch</strong> findet mit einem Kritiker oder einem Fachmann zum jeweiligen Thema des Buches statt. </p>
<p>Bei <strong>Bericht und Lesung </strong> steht meist das Ereignis selbst im Vordergrund der Berichterstattung. Es kann aber darstellend oder wertend auf ein Buch eingegangen werden. Berichte können dabei problemorientierten Rezensionen sehr ähnlich sein. </p>
<p>Der <strong>Abdruck eines Werkes</strong> oder eines <strong>Auszuges sowie der Fortsetzungsroman </strong> sind eigentlich keine Form der Literaturkritik, es muss keine Wertung des Originaltextes vorliegen, ähnlich dem Buchtipp gilt lediglich die Selektion des Textes als literaturkritisch. </p>
<p><strong>Sind Text-Formen der Literaturkritik übersehen worden? Können Sie eine Abgrenzung nicht nachvollziehen oder sind schlicht anderer Meinung? Bitte kommentieren Sie!</strong></p>
<p>&#8212;<br />
Für die <a href="http://www.buchtest.de/redaktion/">BuchTest Redaktion</a> gelten übrigens folgende <a href="http://www.buchtest.de/redaktion/rezensionskriterien.html"><strong>Rezensionskriterien</strong></a>. </p>
<p>&#8212;<br />
Und noch eine Lektüreempfehlung, wenn es um die Rezension als Mittel der Kulturkritik im Allgemeinen geht, also neben Büchern auch Kunstwerke, Musik, Theater etc. besprochen werden: Edmund Schalkowski hat als Herausgeber von <a href="http://www.buchtest.de/rezension/rezension-und-kritik.html"><strong>&#8220;Rezension und Kritik&#8221;</strong></a> in der Journalismus-Reihe der UVK zunächst eine Theorie der Kunstkritik verfasst und anschließend Beiträge verschiedener Autoren zur Praxis derselben versammelt. Leider hat er dabei wenig herausgeberische Leistung erbracht, die einzelnen Artikel sind jedoch sehr gut. </p>
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