eBook Reader – was können sie?

Nachdem wir kürzlich die Macher von textunes im Interview hatten, die Literatur aufs iPhone bringen, freuen uns heute einen Gastartikel von Hendrik Göbel zum Thema eBook Reader veröffentlichen zu können. Hendrik setzt sich auf seiner Seite ebookreader-info.de immer aktuell mit den verschiedenen eBook Lesegeräten auseinander und unterzieht sie ausführlichen Tests. Für BuchTest erläutert er einige technische Neuerungen der letzten Zeit.

Elektronisches Papier oder e-Ink

In den letzten Monaten sind eine Reihe von neuen eBook Reader Modellen auf dem Markt erschienen, durch die das Lesen von eBooks salonfähig werden soll. Im Vergleich zu früheren eBook Readern hat die neue Generation an e-Readern enorme Fortschritte in Punkto Lesequalität gemacht. Ausschlaggebend hierfür ist die Erfindung von so genanntem elektronischem Papier – oder auch e-Ink genannt.

Tatsächlich hat elektronisches Papier mehr mit einem gedrucktem Erzeugnis gemeinsam als mit einem herkömmlichen Computer- oder Handydisplay. Letztere basieren auf selbstleuchtenden Bildpunkten, was zwar eine Reihe von Vorteile in Hinblick auf die Farbtiefe und Geschwindigkeit des Bildaufbaus hat, aber nicht unbedingt komfortabel für das Lesen von Texten ist. Elektronisches Papier basiert dagegen auf nicht-selbstleuchtenden, tintenähnlichen Molekülen, die unter Stromspannung zu Buchstaben und Bildern geformt werden.

Das Ergebnis sieht gedrucktem Papier täuschend ähnlich und weistvergleichbare Kontrast- und Reflexionseigenschaften auf. Außerdem verbrauchen e-Ink Displays kaum Strom. Lediglich beim Umblättern von Seiten wird Energie benötigt, eine fertig aufgebaute Seite hingegen benötigt überhaupt keinen Strom. Nachteilig ist dabei jedoch, der zum Teil langsame Bildaufbau beim Umblättern und leider ist es bisher noch nicht möglich Farben auf e-Ink Displays darzustellen.

iLiad, Kindle, PRS & TXTR

Interessant dürften eBook Reader vor allem für diejenigen sein, die beruflich viel mit Texten zu tun haben. Die Möglichkeit mehrere Tausend Bücher auf Taschenrechner-Größe abzuspeichern und über komfortable Suchfunktionen sofort auf jeden beliebigen Inhalt zuzugreifen hat in dieser Hinsicht zweifellos seinen Reiz. Einige Modelle, wie zum Beispiel der iLiad von iRex bieten zudem sogar die Möglichkeit per Touchscreen quasi handschriftliche Notizen und Markierungen im Text vorzunehmen. Ein eBook Reader kann somit ein vollwertiges Arbeitsgerät sein.

Ein weiteres entscheidendes Unterscheidungskriterium ist die Online-Anbindung. Während die eBook Reader aus PRS-Reihe von Sony konsequent ohne Internetanschluss auskommen müssen, ist der Kindle von Amazon mit einer kostenlosen Flatrate zum Amazon-Shop ausgestattet. Interessant ist dabei vor allem auch das Angebot an Zeitungen und Magazinen, die in elektronischer Form verfügbar sind. Im kostengünstigen Abo kann man sich somit täglich automatisch seine personalisierten Zeitungs-Nachrichten auf den eBook Reader laden lassen. Leider ist der Amazon Kindle bisher noch nicht in Europa erhältlich.

txtr eBook Reader

Ein ähnliches Konzept verfolgt jedoch der eBook Reader TXTR vom Berliner Hersteller Wizpac, der im Herbst 2009 in Deutschland auf den Markt kommen soll.

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Kategorie: BücherSzene Kommentieren »


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