Studie: Social Media in der Buchbranche

Wie gut und aktiv ist das ehrwürdige, alte Medium Buch in Social Media Netzwerken vertreten ist, erforschte nun eine Studie der Frankfurter Buchmesse bei 580 Branchenexperten. Das Ergebnis besagt, 67 Prozent der internationalen Buchprofis nutzen Social Media Sites wie Facebook oder Xing – und zwar privat sowie zur Erweiterung des eigenen Netzwerks. Nur die wenigsten halten dabei Social Media derzeit für unverzichtbar, viele sehen aber wachsende Relevanz für die nächsten Jahre.

Social Media hauptsächlich zur Netzwerkpflege

buchmesseHauptgrund für die Nutzung sei das Knüpfen beruflicher Kontakte (16 Prozent), die Information über die Aktivitäten anderer in der Branche tätiger Personen (13 Prozent) sowie zur Steigerung des Bekanntheitsgrades des eigenen Unternehmens (12 Prozent). Am verbreitesten waren passend dazu die Netzwerke Xing und Facebook. In der Kommunikation nach innen und nach außen ist nach wie vor die E-Mail das beliebteste Kommunikationsmittel (jeweils 18 Prozent). Allerdings werden die Social Media Kanäle nur sehr wenig zur Verbreitung einzelner Buchtitel genutzt. So nutzen z.B. nur ca. 11 Prozent den Micoblogging-Dienst Twitter. 44 Prozent der Befragten nutzen Social Media gar nicht beruflich.

Zum Hintergrund der Studie teilte die Frankfurter Buchmesse mit:

Die Umfrage richtete sich an Verlagsmitarbeiter, Buchhändler, Literaturagenten und Bibliothekare in der ganzen Welt. Die Mehrheit der Teilnehmer (86 Prozent) lebt in Europa, aber auch Branchenprofis aus Asien, Afrika, Australasien, der Karibik, Nord- und Lateinamerika nahmen teil. 54 Prozent der Befragten waren weiblich, 46 Prozent männlich. 62 Prozent waren zwischen 40 und 59 Jahre alt. Immerhin 19 Prozent der Teilnehmer gehörten der Altersgruppe von 30 bis 39 Jahren an.

Tools of Change for Publishing

Passend zu diesen Erkenntnissen, holt die Frankfurter Buchmesse die Tools of Change for Publishing (TOC), die bedeutendste US-amerikanische Konferenz für Innovationen in der Verlagsbranche, nach Europa. Sie findet am 13. Oktober 2009, unmittelbar im Vorfeld der Buchmesse, in der Mainmetropole statt. Die eintägige Konferenz richtet sich an internationale Branchenakteure und bietet einen breitgefächerten Überblick über Trends, Innovationen und zukünftige Themen im Verlagswesen. Der wohl prominenteste Reder ist Tim O’Reilly persönlich.

Um etwas über die immensen viralen Effekte für das Marketing von Büchern in Social Media Netzwerken zu lernen, sollten die Onliner in den Verlagen immer mal wieder einen Blick in den Blog von Leander Wattig werfen oder sich bei den entsprechenden Diskussionsgruppen bei Xing informieren. Auch findet am 15. Juli 2009 der 2. Social Media Club in München statt. Referieren wird der Journalist und Moderator Richard Gutjahr vom Bayerischen Fernsehen zum Thema Verlage und Sender im Umgang mit Social Media. Anmeldung geht über den PR-Blogger Klaus Eck.

Das Literatur Café empfiehlt weiterhin im aktuellen Newsletter die Summer School der Akademie des deutschen Buchhandels zum Thema ePublishing und Online Marketing. Literatur Café-Chef Wolfgang Tischer wird dort selbst referieren und gitb schon mal ein paar Tipps zur Facebook-Nutzung für Autoren und Verlage.

Lektüretipps zu Social Media

Zur einführenden Lektüre für die professionelle Social Media Anewendung seien etwa Charlene Li und Josh Bernoff mit “Facebook, Youtube, Xing & Co” empfohlen oder der schon erwähnte Klaus Eck mit seinem Buch “Karrierefalle Internet”. Wer sich speziell mit dem Thema des Microblogging-Dienstes auseinandersetzen will, liest am besten die Einführung von Nicole Simon und Nikolaus Bernhardt zu Twitter.

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Kategorie: BücherSzene Ein Kommentar »

Eine Reaktion zu “Studie: Social Media in der Buchbranche”

  1. Leander Wattig

    Danke für die Empfehlung! :)


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