Berichte und Forschungen aus dem Domstift Brandenburg + Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Prignitz

Eine äußerlich sehr schlicht auftretende Zeitschrift widmet sich der säkularen, kulturhistorischen Erforschung der Kirchen- und Landesgeschichte Brandenburgs und hat inzwischen den vierten Band herausgebracht, von denen zwei hier vorgestellt werden. Gleich zu Beginn des ersten Bandes beantwortet der Herausgeber, dass es ihm mit diesem schwierigen Unterfangen einer weiteren Zeitschrift auf dem heutigen Markt um die Würdigung des Domstifts Brandenburg als Ort besonderer, ehrwürdiger Tradition mit einer höchst wechselvollen Geschichte von über tausend Jahren geht. Selbst ausgebildet als protestantischer Theologe, ist der Herausgeber zugleich Gründer der Studienstiftung Czubatynski. Die Zeitschrift soll offen sein für Texte aus der gesamten Kirchen- und Landesgeschichte Brandenburgs, die in dieser umfassenden Form unter Beteiligung verschiedener Fachleute erst seit der Wiedervereinigung Deutschlands möglich ist.

Band 1 beginnt mit einem längeren Aufsatz von Klaus Stolte. Er  widmet sich der Wallfahrt nach Bad Wilsnack und dem Streit um das dortige Wunderblut, wie es in päpstlichen Verlautbarungen gespiegelt wird – ein weithin unbekanntes religionsgeschichtliches Thema. Die St. Nikolai-Kirche von Bad Wilsnack wird seit 1996 einer umfassenden Außenhautsanierung unterzogen, deren sachgemäßes Vorgehen bauhistorische Untersuchungen notwendig machte. Daraus weiß man heute, dass die jetzige Kirche ein Bau aus dem 15. Jahrhundert ist, einer Zeit, in der der Streit um das Wunderblut von Wilsnack unter dem Bischof von Havelberg hochkochte.

Der Beginn der Wallfahrt nach Wilsnack wird in den Quellen mit zwei Tagen angegeben: Dem 23. und dem 24. August 1383. Die Woche zuvor wurden von Raubritter Heinrich von Bülow elf  Dörfer in Brand gesteckt, darunter Wilsnack mit Kirche und allen Häusern. Bei Tagesanbruch des 23. Augusts entdeckte der Priester Johannes Kabuz mit Helfern in der Ruine der Kirche auf der Altarplatte drei kleine Hostien, an den Rändern angesengt, aber unversehrt, mit etwas „wie ein Tropfen Blut“ in der Mitte. Diese vorsichtige Formulierung weist auf die schwierige Transsubstantiationslehre hin: Die Wandlung beim Abendmahl, die mit den Worten „Das ist mein Leib“ eine substantielle Wandlung der Brotsubstanz in die Leibsubstanz Jesu Christi vollzieht. Die drei zurückgebliebenen, konsakrierten Hostien zeigten ihre Umwandlung in der Form jener Rötung „wie ein Tropfen Blut“.

Am selben Sonntagmorgen wurde das zweite, verstärkende Wunder wahrgenommen: Obwohl es nachts geregnet hatte, blieben die gewandelten Hostien trocken und unversehrt. Am folgenden Sonntag, dem 30. August 1383, geschah das dritte Wunder: Fünf vor dem Sakrament brennende Kerzen wurden vom Nachtwächter bemerkt. Der herbeigeholte Priester las sofort die Messe, wobei zwei Kerzen von selbst ausgingen. Mit den restlichen drei brennenden Kerzen gingen Priester und Gemeinde prozessionsartig nach Wilsnack und zurück nach Groß Lüben, ohne dass die brennenden Kerzen erloschen oder kürzer wurden. Die Elemente Feuer, Wasser, Wind und die Zeitlichkeit konnten den Hostien und Kerzen von Wilsnack nichts anhaben. Dies ist die Ursprungslegende des Bewahrungswunders von Bad Wilsnack von Menschen in Notsituationen.

Als offizieller Beginn der Wallfahrt von Bad Wilsnack setzte sich der 24. August 1383, der Bartholomäustag, durch, der als allgemeiner Zinstag und bevorzugter Jahrmarktstag populär war und aus wirtschaftlichen Gründen so manchen Aufbruch veranlasste.

Das Ende der Wallfahrt wird auf 1552 datiert; es ist ein Akt des Ikonoklasmus gegen die Idolatrie, ausgeführt vom Prediger Joachim Ellefeld, zur Reinigung und Rückführung zum wahren Glauben. Die Hostien, aufbewahrt in einer goldenen Monstranz, wurden nun als Teufelswerk und „falsche Hostien“ aufgefasst, das Blut als „Bocksblut“, daher mit feurigen Kohlen verbrannt. Eine frische, geweihte Hostie aus der Monstranz wurde dem Abendmahl der evangelischen Gemeinde beigegeben, was wie eine demonstrative Lehre wirkt: Hostien sind zum Essen da, nicht zum Anschauen.

Stolte widmet sich eingehend der Darstellung und Analyse der päpstlichen Dokumente (Bullen und Briefe) des 15. Jahrhunderts und dokumentiert anschaulich wie griffig ein äußerst spannendes, wenig bekanntes Kapitel (gesamt-)deutscher Kirchen- und Religionsgeschichte, in dem sich konfessionelle Spaltung und gesellschaftliche Auseinandersetzungen zwischen Arm und Reich, Stadt- und Landbevölkerung, eindrucksvoll spiegeln, ebenso wie Wunderglaube, sein Zustandekommen und wirtschaftliche wie Macht-Interessen, die hinter einem Erhalt desselben stehen, wenn der Glaube daran in Frage gestellt wird.

Der zweite Aufsatz von Uwe Czubatynski, „Kirchliche Bibliotheken als Schatz und Last“, behandelt die Notwendigkeit der Schriftdenkmalpflege und ihres Erhalts als „kulturelles Gedächtnis“ – und damit lebensnotwendiges Kulturgut –, dessen Bestand den nachfolgenden Generationen buchstäblich auf die Füße fallen wird, wenn nicht schnell an der pragmatischen Lösung des Problems der Masse an Bibliotheksbeständen im Land Brandenburg gearbeitet wird, die, als unfreiwilliges Erbe, zwar „Schatzkammern“ sind, aber eben umfangreiche, gewichtige und fürchterlich arbeitsaufwändige, was ihren Erhalt anbelangt. Der Beitrag von Stefan Lindemann widmet sich dem Findbuch zum Pfarrarchiv Klein Lüben, unter dessen  derzeit 197 Archivalien-Einheiten 30 großformatige Kirchen- und Schulbauzeichnungen einen herausragenden Überlieferungsschwerpunkt bilden, der in diesem Umfang in Pfarrarchiven ungewöhnlich ist. Romy Straßenburg beschreibt die Kleinstadt Perleberg im 14. Jahrhundert, als Einzelbeispiel stellvertretend für das Phänomen der kleinen Hansestadt im Blickpunkt der Stadtgeschichtsforschung aus dieser Zeit. Neben geographischen Daten und ökonomischer Bedeutung geht es vor allem um die Beziehungen Perlebergs zur Hanse und einer differenzierten Verortung dieses Begriffs. Darauf folgt ein Gutachten von Günter Baron zum Domstiftsarchiv Brandenburg, das vor allem einen genauen Überblick über die Bestände, Arbeits- und Magazinräume liefert, einschließlich der Abbildung einer Gründungsurkunde des Erzbischofs Wichmann von Magdeburg. Dieses Gutachten bietet einen Überblick über bereits vorhandene Arbeits- und Forschungsmöglichkeit, aber auch neue Vorschläge für künftige Nutzung und Umgang mit diesem Archiv. Abschließend widmet sich der Herausgeber, Uwe Czubatynski, (selbst-)kritisch den Perspektiven kirchlichen Stiftungswesens mit einer systematisch-historischen Analyse desselben.



Insgesamt spiegelt sich in diesen, zunächst recht trocken scheinenden, Aufsätzen eine hübsche Lokalgeschichte einer noch weithin unbekannten Region Deutschlands, die durch eine vergleichsweise sanfte Reformation und bäuerlich-kleinbürgerlichen Lebens mit entsprechenden Organisationsformen gekennzeichnet war, mit einem Ausblick nach ganz Brandenburg und darüber hinaus. Als Kleinod wird zum Schluss durch Rüdiger von Schnurbein das neu eröffnete Museum des Domstifts mit einem Herzbestand aus über 100 Textilstücken des frühen 13. bis frühen 20. Jahrhunderts (darunter das Brandenburger Hungertuch von 1290), eigener Werkstatt für Textilkonservierung und weiteren Kunstwerken, beispielsweise dem Sebastian-Altar aus der Werkstatt Lucas Cranachs (um 1530), vorgestellt, der den ersten Band dieser neuen Zeitschrift kunsthistorisch abrundet.

Der zweite Band beinhaltet vier Aufsätze zur Regionalgeschichte Brandenburgs sowie, als Erstes, den Abdruck des gesamten, von Wolfgang Schößler herausgegebenen Findbuchs zum Nachlaß Dr. Rudolf Guthjahr (1904-1988), einem Historiker aus Rathenow, der sich lange um die Bodendenkmalpflege gekümmert und später der Rettung der Reste des beinahe völlig kriegszerstörten Heimatmuseums in Rathenow sowie der Neuordnung des Stadtarchivs unter oftmals höchst widrigen Umständen gewidmet hat. Der Nachlass Gutjahrs besteht aus sehr vielschichtigem Sammlungsgut, der ohne die Bücher bereits 6,5 laufende Meter mit insgesamt 919 Verzeichnungseinheiten zu allen Aspekten der Regionalgeschichte Rathenows und des Havellandes beinhaltet, darunter Verwaltungs- und Familiengeschichte, Volkskunde, Sprache und Literatur, Theater und Kino, Bildung und Erziehung, Kunsthandwerk, Malerei, Bildhauerkunst und Musik bis zu Volkskunde und Religions- und Kirchengeschichte. Die zeitlichen Epochen umfassen Ur- und Frühgeschichte, Mittelalter und Neuzeit bis zur jüngeren Vergangenheit.

Der Aufsatz von Karl Heinz Priese widmet sich drei mittelalterlichen Grabplatten in Heiligengrabe, Wittstock und Gütlitz. Insgesamt sind in der Prignitz fünf solcher Grabplatten des Mittelalters erhalten geblieben, von denen diejenigen in Uenze und Gulow bereits beschrieben wurden (Priese 2006). Im Kloster zu Heiligengrabe befindet sich die Grabplatte der Kunigunde von Quitzow (gest. 1347(?)) aus Sandstein. In der Wittstocker Stadtkirche befindet sich diejenige der Pfarrer Johannes Lutterow (gest. 1422) und Nicolaus Henninghi (gest. 14xx), ebenso aus Sandstein. In der Gütlitzer Dorfkirche steht diejenige der Anna von Preen (gest. 1504) aus einer der ältesten mecklenburgischen und pommerschen Adelsfamilien, aus bräunlichem Kalksandstein. Priese beschreibt detailliert Dekor, Zustand und Hintergrundgeschichte der Grabplatten und Personen. Als Anhang sind diese, zusammen mit anderen Grabplatten, schwarz-weiß abgebildet, soweit möglich.

Der nächste Beitrag ist von Uwe Czubatynski und den Schadensbildern und Konservierungsversuchen der Buchbestände des Domstiftsarchivs Brandenburg. Er beruht auf einem Vortrag zur Tagung der Kirchenarchivare (Region Ost) in Görlitz am 19.04.2008. Als kostbarstes Stück bewahrt das mit Abstand älteste Domstiftsarchiv östlich der Elbe die von Otto I. ausgestellte Gründungsurkunde des Bistums Brandenburg aus dem Jahr 948 auf. Das Domstiftsarchiv verwahrt heute 193 verschiedene kirchliche Archive als Depositum, wobei sich deutliche regionale Schwerpunkte für den westlichen Teil der ehemaligen Kurmark Brandenburg abzeichnen. Rund 95% der Bestände konnten bisher sehr gut erschlossen werden. An konkreten Schadensbildern zu nennen sind: Brand- und Wasserschäden, extremer Wurmfraß an Einbänden auf Holzdeckeln, sonstige mechanische Schäden am Buchblock, Zersetzung des Einbandleders und der Klammerheftung, gänzliche fehlende Einbände, Brüchigkeit säurehaltiger Papiere und starke Verschmutzung von Büchern und Regalen. An künftigen notwendigen Maßnahmen werden genannt: Verstärkte Investition in Buchbinder-Arbeiten, besonderes Augenmerk zur Aufbewahrung von Broschüren und Kleindrucken, Verfilmung und Digitalisierung von gedruckten Werken, Festlegung eines Sammlungsprofils und die Verwertung von Dubletten.

Auch der weitere Aufsatz ist von Uwe Czubatynski. Er gibt das Grußwort zur Neueröffnung der Bibliothek auf der Burg Ziesar am 23.04.2008 wieder und widmet sich den Geschichten und Perspektiven der Bibliothek des Sprachenkonvikts. Der Autor war selbst einst Student und Assistent dieser Bibliothek und beschreibt die Einrichtung aus seiner Erinnerung heraus, mit einer Sprachgewandtheit und Subtilität, wie sie für „ost“-deutsche Autoren typisch ist: Die literarische Sprache stellte in der ehemaligen DDR eine Herausforderung und eine „innere Fluchtmöglichkeit“ dar. Mit humorvoller Nüchternheit in den Formulierungen und kritischer Ironie werden die damaligen Verhältnisse dieser „in jeder Hinsicht merkwürdigen Institution“ beschrieben, deren Name „Sprachenkonvikt“ dem Autor „wie eine Tarnung“ anmutete für etwas, was sich öffentlich nicht angemessen präsentieren durfte: Jeder, der hierher kam, wusste genau, dass er sich in politischem Niemandsland befand. Einer der großen Vorteile dieses Wirkens im Verborgenen des Konvikts, welches als Hochschule nicht anerkannt war, bestand darin, dass man das Studium gleich nach dem Abitur beginnen konnte und die Einberufung zum Militärdienst ausblieb, obwohl man sich dessen während der gesamten Ausbildungszeit nicht sicher sein konnte. Akademische Freiheit war ab und an durch den Besuch namhafter Gastdozenten spürbar, während man üblicherweise nur Austausch mit Naumburg und Leipzig sowie später mit Erfurt pflegte. Im Konvikt studierte man überwiegend im Einzelzimmer, ohne Telefon, was nicht weiter störte, da man so immerhin nicht abgehört wurde. Die sorgfältige Geschlechtertrennung im Konvikt führte zur frühen Namensgebung „Leninallee“ genau des Flures, der den weiblichen Bewohnern vorbehalten war. Trotz bescheidenster technischer Ausstattung bot das Sprachenkonvikt nach Czubatynski, gemessen an den sonstigen Bedingungen der DDR-Gesellschaft, „eine beinahe grenzenlose Narrenfreiheit“, in der zum Lehrkörper heute auch weit über die Region hinaus bekannte Größen wie Wolfgang Ullmann und Richard Schröder unterrichteten, die sich damals nicht Professoren nennen durften, und sich zuweilen scherzhaft  „doctor ineffabilis“ nannten.

Der letzte Aufsatz von Geertje Gerhold beinhaltet Orientalisches. Er ist den mongolischen Prunkstoffen als Luxusgut an liturgischen Gewändern in Europa und der Geschichte und Restaurierung sogenannter „panni tartarici“ an einer Stralsunder Dalmatik aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts gewidmet. Das Kulturhistorische Museum Stralsund beherbergt einen der bedeutendsten Paramentenschätze des südlichen Ostseeraumes aus vorreformatorischer Zeit, mit rund vierzig Paramenten aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Die Gewandformen  basieren auf antiker, weltlicher Kleidung, wie der Tunika, die Muster umfassen pseudochinesische Schriftzeichen, Phönixe, Rad schlagende Pfauen und Blumenmuster in Riemchengoldverzierung, was typisch für fernöstliche Gewebe ist. Kenntnisreich beschreibt Gerhold die Wege, die diese mongolischen Ehrengewänder nahmen, bis an den europäischen Fürstenhäusern und Kirchen landeten, und die einzelnen Schritte der aufwändigen Restaurierung, von der vorsichtigen Schmutzentfernung bis zur Abdeckung der unterschiedlichen Fadenrichtungen einzelner Gewebeteile und der Rekonstruktion einzelner Schnittkanten und Gewebeeinsätze.

Die noch junge, weithin unbekannte Fachzeitschrift bildet einen fundamentalen vielfältigen Beitrag zur epochenübergreifenden regionalen Kunst- und Kulturgeschichte Brandenburgs, die das entdeckende Reisen dieses Bundeslandes für neugierige Besucher sehr reizvoll gestalten lässt, da sie das Bewusstsein dafür schafft, auf äußerst geschichtsträchtigem Boden zu wandeln. Zugleich sind diese Veröffentlichungen über die im Land Brandenburg stattfindende Recherche- und Konservierungsarbeit der eigenen Kulturgeschichte ein wichtiger Beitrag zur Identitätsbildung abseits von Ostalgie und Rechtsradikalismus, sodass ihnen einige Aufmerksamkeit zu wünschen ist.  Die Bände 4 und 5 sind inzwischen ebenfalls erschienen, der Herausgeber ist um eine kontinuierliche jährliche Erscheinungsweise bisher erfolgreich bemüht, und es ist wünschenswert, dass dies weiterhin gelingt.

Eine ergänzende Publikation der „Berichte und Forschungen“ ist die nun im zwölften Jahr herausgegebene, jährlich erscheinende Zeitschrift des Vereins für Geschichte der Prignitz, die „Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Prignitz“. Auch sie widmet sich seit ihrem Bestehen der interdisziplinären Erforschung brandenburgischer Kulturgeschichte, konzentriert auf die Regionalgeschichte der Prignitz im Nordwesten dieses Bundeslandes, mit Aufsätzen von Bau-, Kirchen-, Kunst- und Vor- und Frühgeschichtlern, Heimat- und Sprachforschern. Im 10. Band sind im Jahr 2010 zahlreiche interdisziplinäre Aufsätze erschienen, darunter  Beiträge zur Bautechnik der trutzigen, lokalspezifischen Feldsteinbauten, einer wieder entdeckten Kunstsammlung eines alten Prignitzer Adelsgeschlechts, Alltags- und Arbeitsgeschichte, Denkmalpflege, dem touristischen Anziehungspunkt der vielleicht berühmtesten Moorleiche Deutschlands – dem Ritter Kalbuz, den Wilsnacker Papsturkunden, Beiträge zur Geschichte des Städtleins Putlitz sowie ein Bericht über weithin unbekannte regionale Künstler der Klassischen Moderne der Region, alle mit solider graphischer und künstlerischer Ausbildung in der ehemaligen DDR und zum Teil davor, die sich alle noch der  Gesundheit erfreuen und deren Schaffensdrang noch viel Raum und Zeit zu wünschen ist. Sie geben in unterschiedlichen Techniken und mit verschiedenen Schwerpunkten Landschaft, Stimmung und eigene Assoziationen wieder, die die Auseinandersetzung mit dem Leben in dieser herb-spröden, verträumten Naturregion spiegeln und deren Werke seit einiger Zeit über die Region hinaus bekannt und rezipiert werden.

Rezension von Assia Maria Harwazinski

Einzelne Rezensionen dieser regionalspezifischen Fachpublikationen finden sich regelmäßig in der Zeitschrift AUSKUNFT des Verlages Traugott Bautz, Nordhausen.

Uwe Czubatynski (Hrsg.): Berichte und Forschungen aus dem Domstift Brandenburg, Band 1, 2008 und II, 2009. Verlag Traugott Bautz Nordhausen, ISSN 1866-4695,

Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Prignitz, Band 10, 2010, hrsg. vom Verein für Geschichte der Prignitz, Hohnholt GmbH, Bremen.